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Angedacht
im April und im Mai werden wieder Jugendliche
aus unseren Gemeinden in festlichen
Gottesdiensten konfirmiert. Für die
jungen Menschen und ihre Familien ist es
ein großes Ereignis, auf das sie sich lange
vorbereitet haben. Auch für uns Pastoren
und Mitarbeiter ist es jedes Mal ein besonderes
Fest.
Für die Eltern, Großeltern und Paten ist
die Konfirmation hauptsächlich der Schritt
über die Schwelle von der Kindheit zum
Erwachsen werden. Sie erinnern sich an
Geburt und Taufe und an die Jahre mit
ihren Kindern, an die Sorgen und an ihre
Freude. „Wie schnell die Zeit vergangen ist!“
mögen sie denken, wenn sie ihre schick
gekleideten Töchter und Söhne begleitet
von festlicher Orgelmusik in die Kirche
einziehen sehen. In manchen wird ein
wenig Wehmut aufkommen…
Die Konfirmandinnen und Konfirmanden
können oft nicht so genau sagen, was
für sie wichtig ist an der Konfirmation.
Zu viel darf man sowieso nicht zugeben,
das gilt als uncool. Die Antworten sind
unterschiedlich: „Ich möchte dazugehören!“
„Dann darf ich Patin werden!“ „Ich hole
mein JA zur Taufe nach.“ „Gott sorgt dafür,
dass ich eine gute Zukunft habe.“ Die Geschenke
sind natürlich auch wichtig.
Für mich ist Gottes Segen das Wichtigste
neben all den anderen Aspekten. Als ich
Konfirmandin war, hat meine Großmutter
immer von meiner „Einsegnung“ gesprochen.
Das habe ich erst verstanden,
als ich bei meiner Konfirmation mit aufgeregtem
Herzen auf den Stufen des Altars
in der St. Liboriuskirche zu Bremervörde
kniete, eine schützende Hand auf
meinem Kopf spürte und Gottes Segen
zugesprochen bekam.
Wenn wir im Frühjahr die Jugendlichen
in unseren Kirchen konfirmieren, wörtlich:
„befestigen“, erinnern wir sie an
Gottes Taufversprechen und geben ihnen
seinen Segen für ihre Reise durchs Leben
mit. Wie mit einem Mantel möge er sie
umhüllen und beschützen, wenn sie nun
immer mehr ihre eigenen Wege gehen -
in Schule und Ausbildung, in der Familie
und mit ihren Freunden.
Der „Geschenkesegen“ ist dabei die
weltliche Seite des Segens. In den Geschenken
geben wir den Wunsch weiter,
dass die Jugendlichen in Zukunft auch
materiell abgesichert sein mögen.
Das, was nicht in unserem Vermögen und
unserer Macht steht, legen wir zusammen
mit den Jugendlichen in Gottes Hände.
Möge er seine schützende Hand über
sie halten, dass sie fröhlich und zuversichtlich
ihre Wege gehen.

Ihre Ulrike Bergmann

 
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